Glauben (er)leben
GLAUBEN & LEBENSBEGLEITUNG
in Gottesdiensten und Seelsorgeangeboten
Für Ihre Persönliche Spiritualität
Anregungen & Impulse
Hier finden Sie Anregungen und Impulse aus dem Pastoralen Raum, dem Bistum Trier
sowie hilfreiche Links zu externen Angeboten.
WOCHENIMPULS
Jede Woche schreiben Seelsorger:innen aus dem Pastoralen Raum Koblenz im Lokalteil der Rheinzeitung und im LokalAnzeiger einen Kurztext. Die Texte, die uns von den Verfasser:innen zur Verfügung gestellt werden, sind hier veröffentlicht. Lassen Sie Ihre Gedanken anstossen und den Glauben mit dem Alltag verbinden.
8. Mai - Krieg vorbei
Martina Niegemann, Gemeindereferentin
08. Mai 2026
8. Mai – Krieg vorbei! Gott sei Dank! So mögen alle, die den 2. Weltkrieg erlitten haben, vor 81 Jahren mit einem Stoßseufzer der Erleichterung gedacht haben!
Krieg in Europa? Nie wieder! Die Erfahrungen des 2. Weltkrieges haben gelehrt, dass Krieg nur Leid, Zerstörung, Tod und Trauer bringt. Demokratie und Diplomatie waren die „Zauberworte“ nach 1945. Der naive Glaube, dass die Menschheit etwas aus den schrecklichen Kriegserfahrungen gelernt haben könnte, wurde allerdings auch schnell wieder ad Absurdum geführt.
Auch heute noch flammen überall auf der Welt Kriege auf. Es geht um Macht, Besitz, Bodenschätze und zunehmend um Wasser. Alternde und machtverliebte Despoten in West und Ost führen sinnlose Kriege, um ihre Eitelkeiten zu befriedigen. Neben den vielen zivilen Opfern müssen auch unzählige junge Soldatinnen und Soldaten ihr Leben lassen.
Und bei uns? Armut, Not und Ungerechtigkeit machen bekanntermaßen hellhörig für „rechte“ Heilsversprechen. Sündenböcke sind schnell gefunden, denen die gesellschaftliche Schieflage angehängt wird. Das Ergebnis der Versprechungen ist beileibe nicht, dass es den gesellschaftlich an den Rand Gedrängten dann besser geht. Im Gegenteil: Wer schon hat, bekommt noch dazu!
Das Heilsversprechen der Christen dagegen mag schon sehr alt sein, aber angestaubt ist es nicht. Ein ärmlicher Zimmermanns-Sohn, ein gewisser Jesus von Nazareth hat sich der Menschen angenommen, mit denen sonst niemand etwas zu tun haben wollte. Er hat sich über gesellschaftliche Konventionen hinweggesetzt und war für Bedürftige und Ausgegrenzte da, ohne dass er irgendeinen persönlichen Vorteil davon gehabt hätte.
Auch uns macht er mit dem Gebot der Nächsten- und Fremdenliebe Mut, an einer besseren und friedlichen Welt mitzuarbeiten.
Papst Leo sagte kürzlich, er habe keine Angst davor, die Botschaft des Evangeliums laut zu verkünden und sich weiterhin für Frieden und Dialog einzusetzen.
Da kann auch ich sehr gut mitgehen.