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Impuls für die Woche

06. Mai 2022

Festgefahren

Es geht nichts mehr. „Kein Zug mehr möglich“, heißt es bei einem Spiel. „Rückgängig machen.“ So lautet ein Angebot zur Lösung. Manchmal hilft das. Dies und jenes probieren, vor und zurück. Das Spiel aufgeben oder einen Neuanfang wagen?   So geht es nicht nur bei einem Spiel. Ein Schiff, das sich auf dem Rhein festgefahren hat, braucht Fachleute, um wieder ins Fahrwasser zu kommen. Autofahrer, die sich festgefahren haben, kommen ins Schwitzen. Starke Nerven und „Millimeterarbeit“ sind gefragt bis die freie Fahrt wieder möglich ist. Auch im privaten oder beruflichen Miteinander gibt es Situationen, die wie festgefahren sind.  Mitunter hilft ein Schritt zurück, um die Lage besser zu überschauen. Ein Mann erzählt, dass er sich, wenn es zu Hause „dicke Luft“ gibt,   seinen Hund schnappt und erst einmal eine Runde dreht. Danach könnten er und seine Frau wieder besser miteinander reden.  Der Abstand, das ruhig werden und die Bereitschaft, den Konflikt anzuschauen, kann helfen.  Das Gespräch, die Vermittlung eines neutralen Vertrauten ist oft auch hilfreich.

Oft ist das schwer. Das sehen wir auch in den schrecklichen Ereignissen unserer Zeit. Scheinbar „festgefahrene, verbohrte Gedanken“ bestimmen das Handeln,  verursachen Leid, Tod und Zerstörung. Viele Vermittlungsgespräche, Aktionen, Sanktionen stoßen scheinbar auf „Granit“. Manche Konflikte lassen sich nicht nur durch äußere Bemühungen lösen.  Äußere und innere Kräfte sollten zusammenwirken, um diesen elenden Krieg zu beenden. Eine innere Kraft ist  für viele die Bitte um den Geist Gottes: „..löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt. Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe  baut, deine Gaben zum Geleit“ um mit  allen Kräften Befreiung, Frieden,  neues Leben zu ermöglichen.

 

Erika Menzenbach, Gemeindereferentin i.R., Koblenz